Neues

Tagung „Genderforschung und die neue Governance der Wissenschaft“, 21./22.09.2015

Die Abschlusstagung zum BMBF-Projekt „Genderforschung und die neue Governance der Wissenschaft“ findet am 21. und 22. September 2015 an der Ruhr-Universität Bochum statt. Im Anschluss an die Tagung sollen die Präsentationen auf der Internetseite des Forschungsprojekts und ausgewählte Beiträge in Buchform veröffentlicht werden. Nähere Informationen und der Call for Papers für die Tagung finden sich auf der Homepage des Projekts.

 

Tagung „GenderChange und unternehmerische Universität: Arbeit - Organisation - Wissen“, 23./24.04.2015

Die seit bald zwei Dekaden international feststellbaren wissenschafts/politischen Interventionen verleihen den Universitäten eine radikal neue Gestalt, die mit dem Begriff der Entrepreneurial University (Burton R. Clark) präzise umschrieben ist. Er zeigt die zunehmende Präsenz wissenschaftsfremder, insbesondere ökonomischer Kriterien in der Organisation universitärer Forschung, Lehre und Selbstverwaltung an. In den Feldern Arbeit, Organisation und Wissen fokussieren die Projekte im Verbund „Entrepreneurial University und GenderChange“ diese Umstrukturierungen und fragen zum einen, inwiefern diese Felder Ausgestaltungen erfahren, die mit Geschlecht in Zusammenhang stehen, und zum anderen wie sich die Gestaltung von Arbeit, Organisation und Wissen geschlechtsbezogen auswirkt. Ergebnisse der Projekte, darunter auch „Exzellenz und/oder Chancengleichheit der Geschlechter“ werden am 23. und 24. April 2015 auf einer Tagung an der Technischen Universität Berlin vorgestellt. 

 

Arbeitstagung „Privat/öffentlich: Gesellschaftstheoretische Relevanz einer feministischen Debatte“, 22./23.05.2014

Die von mir mitbegründete internationale Forschungsgruppe „GeschlechterGesellschaftsTheorien“ veranstaltet am 22./23. Mai 2014 im Studienhaus Wiesneck bei Freiburg eine Arbeitstagung, auf der das Spannungsverhältnis privat/öffentlich an Gesellschaftstheorien und Zeitdiagnosen herangetragen und die Theoriebildung weiterentwickelt werden soll. Mittelfristig ist eine Publikation zu diesem Thema geplant.

 

Forschungsprojekt zu Exzellenz und/oder Chancengleichheit der Geschlechter

Eingebettet in die Diskussion zur unternehmerischen Hochschule werden im Projekt aktuelle Reformen bezüglich Exzellenz und Chancengleichheit  der Geschlechter in der Wissenschaft untersucht. Fokussiert wird dabei auf nationale Programmatiken und diskursive Praktiken im Alltag von ausgewählten Universitäten in Deutschland und der Schweiz. Von besonderem Interesse sind die Geschlechterkonstruktionen und -verhältnisse, die in diesen Diskursen hergestellt und/oder reproduziert werden. Das dreijährige Vorhaben wird seit 2014 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Schweizerischen Nationalfonds (D-A-CH/Lead Agency Verfahren) gefördert. Das Teilprojekt "Exzellenz" wird unter meiner Leitung an der Universität Hildesheim durchgeführt, das Teilprojekt "Chancengleichheit" unter der Leitung von Prof. Dr. Julia Nentwich an der Universität St. Gallen.

 

Ergebnisbroschüre zum BMBF-Projekt „Statuspassage Promotion“

Wie hängen individuelle Betreuungs- und Förderungserfahrungen durch Hochschullehrende und das Karrierehandeln aus Sicht des wissenschaftlichen Nachwuchses im Übergang zur Postdoc-Phase zusammen? Und wie deuten Hochschullehrende ihr eigenes professionelles Handeln in der Betreuung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und in Bezug auf die Herstellung von Chancengleichheit der Geschlechter? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des von mir geleiteten BMBF-Projekts „Statuspassage Promotion: Betreuung und Förderung am Beispiel der Fächer Politikwissenschaft und Chemie“. Eine Kurzfassung der Ergebnisse steht nun zum Download zur Verfügung. Darüber hinaus wurde der Ergebnisbericht des Vorläuferprojekts „Wissenschaftskarrieren: Orientierung, Planung und Beratung am Beispiel der Fächer Politikwissenschaft und Chemie“, das ebenfalls unter meiner Leitung stand und vom BMBF gefördert wurde, aktualisiert.

 

BMBF fördert Projekt zu Genderforschung und neuer Governance

Der Genderforschung wird gemeinhin ein hohes Innovationspotenzial zugeschrieben. Doch welche Bedeutung kommt ihr faktisch unter Bedingungen der neuen Governance der Wissenschaft zu? Welche Förderung erfährt die Genderforschung dabei von den verschiedenen wissenschaftspolitischen Akteuren? Mit diesen Fragen befasst sich das Forschungsprojekt „Genderforschung und die neue Governance der Wissenschaft“, das unter meiner Leitung seit 2013 mit einer zweijährigen Laufzeit vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und an der Universität Hildesheim durchgeführt wird.

 

Chancenungleichheit in MINT: Südafrikanische und deutsche Erfahrungen

Was verbindet Akademikerinnen über Grenzen hinweg insbesondere in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik)? Welchen Einfluss nehmen kulturelle und politische Bedingungen auf die Karrieremöglichkeiten von Frauen in der Wissenschaft? Aufschluss über diese Fragen gibt ein Gespräch mit Wissenschaftlerinnen im Rahmen der internationalen Konferenz zum Thema „Women in Science – Promoting Excellence and Innovation for Future Development“ an der Fachhochschule Kiel anlässlich des Deutsch-Südafrikanischen Jahrs der Wissenschaft 2012/2013. In einem Sammelband werden ausgewählte Forschungsergebnisse zu Karrieren von Frauen in der Wissenschaft in Südafrika und Deutschland gebündelt.

 

Start der Buchreihe „Wissenschaftskarrieren“

Im Fokus der Buchreihe Wissenschaftskarrieren, die von mir im Verlag Barbara Budrich herausgegeben wird, steht die Phase zwischen dem Studienabschluss und der Einmündung in die dauerhafte wissenschaftliche Berufstätigkeit als Professorin oder Professor. Unter Berücksichtigung von fächerspezifischen Besonderheiten wird untersucht, wie es kommt, dass die Wissenschaft auch angesichts tief greifender Wandlungsprozesse durch die umfangreichen Hochschulreformen weiter zur (Re-)Produktion von Ungleichheiten beiträgt. Die Bände der Buchreihe nehmen die Organisationsstrukturen und kulturen ebenso wie die Karriereverläufe in den Blick und zeigen Ansätze zur Gleichstellung in Hochschule und Forschung auf. In Band 1 „Riskante Karrieren“ analysiere ich aus der Geschlechterperspektive den Forschungsstand und die Datenlage zum wissenschaftlichen Nachwuchs im deutschen Wissenschaftssystem.

 

Neue Buchreihe „Gesellschaftstheorien und Genderforschung“

Im deutschsprachigen Raum steht die Zusammenführung von Gesellschaftstheorien und zentralen Einsichten der Frauen- und Geschlechterforschung noch am Anfang. Diesem Desiderat widmet sich die Buchreihe „Gesellschaftstheorien und Gender“, die aus der Arbeitsgruppe GeschlechterGesellschaftsTheorien hervorgegangen ist und von Christine Weinbach und mir im Springer VS Verlag für Sozialwissenschaften herausgegeben wird. Die Beiträge in Band 1 leisten aus Sicht der Genderforschung Rekonstruktionen, Integrationen und Revisionen im Umgang mit den Gesellschaftstheorien von Pierre Bourdieu, Norbert Elias, Michel Foucault, Max Horkheimer und Theodor W. Adorno, Anthony Giddens und Niklas Luhmann. Darüber hinaus wurden auch die zeitdiagnostischen Analysen von Ulrich Beck, Manuel Castells sowie Luc Boltanski und Ève Chiapello aufgenommen.

 

Kontaktinformationen

Prof. Dr. Heike Kahlert
Ruhr-Universität Bochum
Fakultät für Sozialwissenschaft
Universitätsstr. 150
D-44801 Bochum 

eMail: mail (at) heike-kahlert.de